Mit ihrem neuen Release „apr – Acoustic Punk Rock“ (VÖ: tba, Label: tba) zeigen James & Swen, dass Punkrock eine ganz andere Facette haben kann, als man sie von den gängigen Formaten aus den USA kennt. Denn dass gute Punkrocknummern keinen aufgeblasenen Soundballast benötigen, beweist das Duo mit Songs wie „California Summerday“, dem Mid-Tempo Sommersong, den auch Kid Rock gern geschrieben hätte, oder „No more Alibis“, dem straighten Nach-Vorne-Renner, der von perkussiven Akkuklampfen getrieben gute Laune versprüht, textlich aber zum Nachdenken anregt. Eine Rock Monarchie braucht nur drei Akkorde und kein Königreich der Worte ist das Credo des Songs „Monarchie des Rock“ und auch der Charaktere dahinter.
Swen, zu 100% ein Kind des Ruhrgebiets und James, der in Afrika aufwuchs und zeitweise in Los Angeles lebt, lernten sich 2003 kennen und der musikalische Funke sprang sofort über. Seitdem haben sie mehrere CDs veröffentlicht (einige davon sogar verkauft) und mehr als 300 Shows in Europa, Asien und Amerika gespielt, sowohl vor 10 also auch vor 10.000 Zuschauern, als Support für Boney M in Russland ebenso wie im legendären Whisky a GoGo in Hollywood oder in Trashpunkschuppen in Kuala Lumpur oder London. Die Musik für diverse Extremsportfilme (u.a. PSP – The Way, MXS, 2006-2009) und einen Trendsport DVD Werbespot (lief 2007 u.a. auf Pro7, RTL II, MTV, etc.) stammen ebenso aus ihrer Feder wie der Titeltrack eines Kinderhörspiels, in dem sie auch direkt einen Part selbst übernommen haben („Die Yurumi Gang“, 2010). Musikalisch unterstützt werden sie dabei u.a. durch etablierte Rocker wie die Brüder Christos & Spiros Efthimiadis (Rage, Sub 7even), oder auch Leandra (Apoptygma Berzerk, Jesus on Extasy) und Trip Tom (KIM?, Cornerboys).
Die Bretter, die die Welt bedeuten, tauschen James & Swen gerne auch mal gegen Snow-, oder Surfbrett, aber auch den Hörsaal aus. Beide haben studiert und dozieren nebenbei an diversen Universitäten. Für die beiden kein Widerspruch, getreu dem Motto eines großen deutschen Automobilherstellers: warum nur ein Leben leben?
Wer bei James & Swen nach Klischees wie zerstörten Hotelzimmern und bösen Tattoos sucht, sucht vergebens. Denn ist der Werdegang der Jungs zwar außergewöhnlich, sind sie doch zu 100% sich selbst treu geblieben: so wie sie sich auf und neben der Bühne präsentieren, sind sie halt. Egal ob im kleinen Club, auf großen Festivalbühnen oder bei TV-Auftritten vor einem Millionenpublikum: Authentizität ist das Schlagwort, das beide auch so sympathisch macht. Wenn sie vom harten steinigen Rock’n Roll Weg singen, ist dies ihr Weg. Wenn sie Geschichten des Alltags, der Liebe und anderer Katastrophen in Melodien fassen, sind dies ihre Geschichten. Das merkt man, das hat Format. Kein Rollenspiel, kein Fake, kein Kompromiss, aber immer mit einem Augenzwinkern, wie die Jungs zuletzt erst bei Steffen Hensslers Kochshow „Topfgeldjäger“ im ZDF unter Beweis stellten. Eben zu 100 % Acoustic Punk Rock.